Die Öko-Modellregion im Ampertal

Seit Mai 2019 sind die 12 ILE Gemeinden im Freisinger Ampertal auch staatlich anerkannte Öko-Modellregion.

Für die erfolgreiche Bewerbung an dem staatlichen Wettbewerb hatte sich eine aktive Gruppe aus Landwirt*innen, kommunalen Vertreter*innen und Studierenden stark gemacht. Gemeinsam soll die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft in der Region weiterentwickelt werden.
Über die Projekte, Termine und aktuellen Nachrichten der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal informiert Euch bitte über die Homepage der Ökomodell-Regionen.

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Bio, regional, saisonal und nicht immer perfekt

Unter diesem Leitfaden fanden dieses Jahr die Tage der Kitaverpflegung im Spatzennest Allershausen statt.
„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ trifft auch auf unser Essen zu. Oft ist es schwer in Kindertagen erlernte Gewohnheiten zu ändern. Ob schlecht oder gut, sie begleiten uns manchmal unser ganzes Leben. Umso wichtiger ist es bereits früh gesunde Ernährungsgewohnheiten zu fördern. Der Gemeindekindergarten Spatzennest in Allershausen hat das verinnerlicht. Hier gibt es eine Küche, die die Speisen nicht nur frisch für die Kinder zubereitet, sondern sie auch daran teilhaben lässt. So kann es passieren, dass die Zubereitung des Mittagessens direkt vom Tisch vor der Küche beobachtet wird, den beliebten Köchen ein großes Loch in den Bauch gefragt wird oder im Morgenkreis auch mal ein ganzer Fisch herumgegeben und angeschaut wird.

Aber nicht nur die frische Zubereitung gesunder Lebensmittel, sondern auch die Nachhaltigkeit spielt im Kindergarten eine große Rolle. So werden, wann immer möglich Bio-regionale und saisonale Produkte ausgewählt und es wird darauf geachtet Abfälle so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus werden hier auch mal lustig geformtes Gemüse oder Obst mit kleinen Dellen verarbeitet. So entsteht eine echte Wertschätzung für Lebensmittel, von der - da sind wir uns sicher- alle nur profitieren können.
Bild: KErn Kompetenzzentrum für Ernährung Bayern, Bio-Gärtnerei Sturm, Köche Kita Spatzennest, Bürgermeister Martin Vaas (v. l. nach r.)

Ansprechpartner

Hermann Hammerl Kranzberg

Ansprechpartner für die Ökomodell-Region Ampertal sind

Hermann Hammerl
Bürgermeister von Kranzberg a.d. Amper
info@kranzberg.de
Tel. 08166/ 68 96- 0

Viktoria Ocvirk

und ab dem 01.11.2021

Dr. Viktoria Ocvirk
Projektmanagerin Öko- Modellregion Kulturraum Ampertal
omr@kulturraum-ampertal.de
Tel. 08166/ 67 69- 91

Rathausplatz 1, 85414 Kirchdorf

Foto: Larissa Fries

Viel passiert ist in den ersten 1,5 Jahren in der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal:

„Seit Beginn der Umsetzungsphase haben viele Vernetzungsaktivitäten und Gespräche stattgefunden. In Form von Online-Formaten wurde ein guter Weg gefunden, mit den Gegebenheiten der Pandemie umzugehen. Dadurch konnte der Austausch zwischen den beteiligten Akteur*innen weitestgehend aufrechterhalten sowie einige Veranstaltungen durchgeführt werden. Die Sensibilität für die Themen der Öko-Modellregion wächst stetig an.“ resümierte Theresa Hautzinger in Ihrem Zwischenbericht für das Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Um sich selber ein Bild vor Ort zu machen, reiste ein mehrköpfiges Gremium im April 2021 in das Ampertal. Sie besuchten mehrere Bio- Produktionsstätten und informierten sich über Aktuelles bei Akteuren vor Ort. Einen Schwerpunkt legten sie auf den Stand der Realisierung der in der damaligen Bewerbung vorgestellten Projektideen.

„Die Fachjury war beeindruckt von Ihrer sehr guten fachlichen Arbeit. Aufgrund des positiven Resultats dieser Prüfung wird die Förderung der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal über den bisher bewilligten Zeitraum um weitere drei Jahre bis Ende Oktober 2024 verlängert.“, so schilderte das Gremium des Landwirtschaftsministerium seine Eindrücke. Über die Verlängerung der Förderung freuten sich alle Beteiligten sehr.

Nachdem Frau Hautzinger im Juli 2021 an die Hochschule Weihenstephan- Triesdorf wechselte, freuen wir uns, für die zweite Förderperiode Viktoria Ocvirk gewinnen zu können. Der promovierten Ernährungswissenschaftlerin liegen regional Strukturen am Herzen. Sie wuchs, am Rande des Schwarzwalds, in einem familiengeführten Mühlenbetrieb mit Hofladen auf und war bisher im wissenschaftlichen Projektmanagement tätig. Die 36- Jährige freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit Landwirten, Verarbeitern und Vermarktern und sieht sich als treibende Kraft der Öko- Modellregion, um den Ausbau von ökologisch bewirtschafteten Flächen für die Herstellung stark nachgefragter, regionaler und nachhaltiger Produkte, zu fördern.

Wertvoll für die Region

Michaela Kaniber bei Verleihung

Das erfolgreiche Bewerbungskonzept, welches die Arbeitsgrundlage für die Öko-Modellregion und die Projektmanagerin darstellt, finden Sie hier.

Dazu gehört nicht nur, den Anteil an Öko-Betrieben und Fläche auszubauen, sondern vor allem auch Wertschöpfungsketten vor Ort zu stärken. Hierfür wurde im November 2019 eine Projektmanagerin eingestellt.

Die Personalstelle wird zu 75% vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert, die restlichen 25% teilen sich die 12 Kommunen.